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ſeid früher oft dort geweſen und habt Euch die Abende verkürzt. Ihr ſpielt heute wieder mit ihm und während der Zeit ziehe ich in meinem Archive für Euch einen Stein in's Brett. Alle Umſtände vereinigen ſich, um uns zu die⸗ nen; wir wären arge Thoren, wollten wir ſie nicht benuz⸗ zen, und nun noch eins, gewiſſermaßen zu Eurer Beruhi⸗ gung. Hat Euch Euer Vater übergangen, ſo hat er Un⸗ recht gethan, hat gefehlt gegen klare Satzung, wie Ihr ſie in den uralten Documenten geleſen, gegen durch Jahrhun⸗ derte hindurch foſtgeſetztes Familienherkommen. Wir ma⸗ chen das gut, von dem er vielleicht ſchon jetzt da drüben Rechenſchaft geben muß. Aber nun kommt, eher es zu ſpät wird und der Caſtellan zu Bett geht, die Schlüſſel habe ich.“ Chriſtian hatte bereits den Drücker der Thür in der Hand, als ihn Wenzel am Arme faßte.
„Beſitzt Ihr,“ fragte er,„nicht ein kleines ſchmales Meſſer? Laßt mich auf Eurem Tiſche dort ſuchen.— Hier iſt eins, wie ich es brauche, viel beſſer als jenes, welches ich vom Hauſe mitgenommen. Nun aber, laßt uns eilen?“——
War der ganze Tag ein ſtürmiſcher geweſen, ſo war es noch mehr der Abend, ein förmlicher Schneeſturm ſuchte das Dorf heim, Finſterniß lagerte über dem verwehten Weg und nur ein mit der Oertlichkeit Vertrauter fand ſich zurecht. Endlich ſah man einen ſchwachen Lichtſchein. Er fiel aus dem Fenſter des Caſtellans im grauen Hauſe, das Chriſtian und Wenzel jetzt erreichten.
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