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Der Freischulze : eine Erzählung / von Moriz Horn
Entstehung
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am meiſten erfreuen die frohen Geſichter des in rühriger Geſchäftigkeit angetroffenen Geſindes, denn aus ihren Mie⸗ nen iſt deutlich zu leſen, mit welcher Freudigkeit ſie ihren Dienſt beſchicken.

Links der Flur betreten wir ein Zimmer, das nach ſeiner Einrichtung zu ſchließen die Familienſtube iſt, verſe⸗ hen mit jenem einfachen, keineswegs luxuriöſen, aber man verſtatte uns die Bezeichnung, kernigen Meublement, zu dem der gewaltige Stubenofen paßt. Man ſieht es dieſem Ka⸗ chelbau an, daß er in den Wintermonaten ſeine Schuldigkeit in befriedigender Weiſe thut. Aus der Stube führt eine Thür in eine kleinere, deren ganzes Arrangement ſie als die eigentlicherichterliche bezeichnet.

Wir finden hier die Schöppenbücher von dem erſten an mit ſchadhafter vom Holzwurm zernagten Holzdecke bis auf das neueſte im geſchonten Lederbande; wir ſehen eine gewichtige Lade in der Ecke mit ſonderbaren, man möchte ſagen, einer über Menſchengedenken hinausgehenden Ver⸗ gangenheit angehörigen Blumenſchnörkeleien mit faſt un⸗ lesbaren Sprüchen dazwiſchen. In dieſem Behältniß mö⸗ gen wohl einzelne, das Gemeindeweſen von Tannengrün betreffende Schriften und Papiere liegen, die alte Sitte, Herkommen und Rechte verbucht und verſiegelt enthalten. Ein anderes Regal mit verſchließbaren Thüren und Fä⸗ chern enthält die Wirthſchaftsbücher, Rechnungen, kurz alle