Druckschrift 
Peregretta : ein Roman / von Hans Hopfen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

441

V V V

2872

Die Müllers Kathrein ſchwieg und ſtützte ihr Haupt in beide Hände, auch wir Anderen verhielten uns ſtille, nur Natalie ſchluchzte laut und verhüllte ihr ſchönes Geſicht. Auf einmal erhob ſie ſich, ſah mich mit rothgeweinten Augen aber gefaßten Blickes an, und reichte mir wie zum ewigen Abſchied die Hand. Dann bat ſie ihren Bruder und den Lieu⸗ tenant ſie nach Hauſe zu begleiten. Die Müllerin ließ ſie durch einen kundigen Knecht auf den Weg bringen und bald waren wir geſchieden.

Kurz darauf kam der wackere Holzhauer mit dem Arzte an. Dieſer erklärte nach längerem Beſuch und auf tauſend beſorgte Fragen Heinrich's, daß Peregretta mit dem Schrecken davon kommen werde, daß aber für das Leben des Kindes wohl zu fürchten ſein möchte.

Am andern Morgen hatte ſich die Gegend wie⸗ der gelichtet; der Himmel war klar, der Schnee machte zwar auf dem wenig betretenen Pfade etwas zu ſchaffen, aber unſer Holzhauer führte uns über be⸗ queme Pfade. Heinrich hatte gegen das Herabſtei⸗ gen Bedenken erhoben, allein Peregretta drang darauf,