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theilte, welche mich den genannten Damen vorgeſtellt
verſicherte jeder, daß auch an ihm auf der Treppe jenes Hauſes ein hnlicht R Konfekthügel vorüberge⸗ tragen worden ſei. Wir ſchloſſen daraus, daß die ſorgſame Mutter auf dieſe Veiſe jedem heirathsfähigen Manne die ſchmackhafte Behäbigkeit des Püren’ſchen Familienlebens ſymboliſch zu verſtehen gebe.
Sollte es wirklich die gaſtronomiſche Seite ge⸗ weſen ſein, auf welcher mein Freund Heinrich ſich vom Hausgeiſte ſeiner Schwiegermama hatte beſiegen laſſen? Sollte die Luſt zum Eheſtand auf dem Um⸗ weg durch die Küche ihn überrumpelt haben? Ich konnt' es doch nicht glauben. Er pflegte, wenn man über Weiber und Mädchen zu reden kam, zu wieder⸗ holen, ein Weſen, das ihn dauernd feſſeln ſolle, dürfe nothwendigerweiſe zweier Eigenthümlichkeiten nicht entbehren, ſie müſſe von feſtem, ſicherem Charakter und ſeelenwarmer Leidenſchaftlichkeit ſein.
Charaktergröße, Leidenſchaft— und jene blaß⸗ blonde Mendelsſohnſchlägerin aus dem löblichen Fräuleinpenſionate der Madame Marie Antoinette Carafon, nach einem zierlichen Pſeudonym blätternd, das reimte ſich nicht. Ich wußte nicht, ſollt' ich meinen Freund bedauern, ſollt' ich nicht. Als ver⸗ nünftiger Menſch beſchloß ich zu warten, und dachte nur abwechſelnd: Liebe thut Wunder und Liebeiſt blind.


