8— .
ausführlich, wie denn das Alles ſo gekommen, und warum es ſo, und nicht wie ich mir gedacht, hat
ſein müſſen. Und ich hielt lautlos eine lange Rede über Mädchenlaunen und Weibertreue, über hendes,
pflicht und Nächſtenliebe, und am Ende war ich wie⸗ der bei der alten Frage: Ob es nicht beſſer ſei, das Weib, welches beſtimmt iſt, die höchſte Leidenſ ſchaft
in uns zu entflammen, niemals im Leben mit Augen
zu ſchauen? ob auch das höchſte Glück die Leiden aufwöge, mit denen zuletzt die enaſghein Es gibt verſchiedene kurze und weitſchweifige Ant⸗ worten auf dieſe Frage. Wem die Freude ſeines Le⸗ bens, die er feſt und unentreißbar zu halten wähnte, zwiſchen ſeinen Händen in Aſche zerf darüber wohl anders, als wer noch im Beſitze ſchwelget. Wie mochte der darüber denken, den ich eben aufzuſuchen unterwegs war, der im Vollbehagen ſei⸗ ner jungen Häuslichkeit die Welt vergaß und ein Gleiches von der Welt hegehaie Ich konnte mir's denken. 4
iel, er meint
immer ein gutes Stück Enthuſiaſt gewe⸗
ßel,
aber es war ihm Bedürfniß, Gedichte zu erle⸗
8


