Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Wie nun der Beamte uns verlaſſen(ich glaube, es war FreundRubs 2) und der Herr des Hauſes mich eingeladen hatte, den Kaffee mit ihm zu nehmen, ergriff er ſogleich das Wort in Beziehung auf jene Bücher: 1

Nicht allein, weil Hebbel mich als ſelbſtſtändiger, ori⸗ gineller Poet intereſſirt, finden Sie dieſe beiden Dramen in meiner nächſten Nähe; es iſt auch der Stoff an und für ſich, der mich hier feſſelt. Sie haben vielleicht ſchon einen Blick in meine Tagebücher geworfen

Von A bis Z hab' ich durchleſen, was Sie mir geſtern anvertrauten.

Gott ſoll beſchützen! Nun, dann werden Sie wiſ⸗ ſen, warum dieſe Stoffe gerade mir ſo wichtig ſind. Ge⸗ novefa ſteht in nächſter Beziehung zu mir und meinem Schickſal; Judith aber iſt eine jener Rollen, die ich von

meiner unglücklichen Mutter ſprechen hörte, da der Pup⸗

penſpieler die Belagerung von Bethulia aufführte. Ich kann Ihnen gar nicht ſagen, was in mir vorgeht, wenn ich Hebbels eigenthümliche Dichtungen mit den albernen, treuherzigen Stücken vergleiche, die ich damals von der Truppe des großen Samuel und ſpäter von den Mario⸗ netten meiner Mutter aufführen ſah. Bei der Judith muß ich dem Dichter unſerer Tage unbedenklich den Sieg zuerkennen; aber bei ſeiner Genovefa, obſchon der Golo, wie er ihn ſchuf, eine erhabene Production iſt, fehlt mir Etwas, worin der Zigeuner Samuel den Vorrang hatte; ich meine die Verſöhnung. Und wenn ich jemals mit Hebbel zuſammenträfe, wollt' ich ihm nicht eher Ruhe