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Monaten an einen Gutsbeſitzer in Sachſen verheirathet iſt; dann iſt ſie zu meiner Pflegemültter nach Sophien⸗ thal, welche ſie uns hoffentlich mitbringt. Da werden Sie eine herrliche alte Frau kennen lernen. Heute und morgen leben wir als Junggeſellen.
Um Ein Uhr wurde die Suppe aufgetragen. Nach einem ebenſo ſchmackhaft⸗bereiteten, als ländlich⸗einfachen. Mahle forderte Anton mich auf, mit ihm eine Spazier⸗ fahrt zu machen,
Ein off'ner Jagdwagen fuhr vor die Wilde⸗Wein⸗ laube. Der Kutſcher, ein kleiner, dicker Kerl, der ſeine vier Braunen vom Bock aus tüchtig zuſammenhielt, fragte: wohin fahren wir?
„Wohin Du willſ, Peterl! Nur weit! Ich habe mit meinem Gaſte zu reden!“
Was Anton mir während unſerer Spazierfahrt erzählt, brauch' ich dem Leſer nicht wiederzuerzählen. Es war nur eine Einleitung zu ſeinem Tagebuche, und deſſen Inhalt kennt Jeder, dem es gefallen hat, dieſes Buch bis hierher durchzublättern.
Wir langten mit dem erſten Tone des Abendgeläutes im Schloſſe wieder an.
Anton zog ſich in ſein Arbeitszimmer zurück, noth⸗ wendige Geſchäfte zu beſorgen, weil in den nächſten Aben⸗ den, wenn erſt Weiber und Kinder eingetroffen wären, auf ungeſtörte Ruhe nicht zu rechnen ſei.
Mir gab er ſeine Journalhefte und Notizen auf meine Gaſtſtube mit.
Begierig durch ſeine während der Fahrt empfangenen


