Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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84 Vom 18. Janugr.

Heute hat es ein Aergerniß mit meinem Herrn För⸗ ſter gegeben, und das hat mir gut gethan: es hat mich aus dem Reich meiner haltloſen Träume zur unangeneh⸗ men Wirklichkeit herabgezwungen. Zum erſten Male, ſeitdem ich im Beſitz ſtehe, hab' ich den Herrn gezeigt. Der Menſch iſt entlaſſen, und da ſeine Vernachläſſigun⸗ gen, vielleicht Betrügereien, auch nicht einen Tag fort⸗ dauern dürfen, ſchon des Beiſpiels wegen, ſo hab' ich ihm ſein Quartal auszahlen und die Amtswohnung heute noch räumen laſſen. Seinen Dienſt werd' ich, bis ein Anderer eintritt, ſelbſt verſehen. Vielleicht gefällt mir die winterliche Abendſtille in unſeren Räumen beſſer, wenn ich ſie mir durch einen Tag im tiefen Schnee des Waldes errungen habe. Vielleicht hören meine Gedan⸗ ken auf, in der Welt umherzuſchweifen, wenn ich ſie beim Klang der Vesperglocke mit den Holzfäll en heimgeleite.

3 Vom 12. Februgr.

Das trifft ſich glücklich. Da kommt Freund Schkramprl wieder einmal, um, wie er ſich huldreich ausdrückt, nach uns und unſern Stallratten zu ſehen, und bringt mir ein Bittſchreiben meines alten Wohlthä⸗ ters, des k. Förſters Wolff. Der ehrliche Iſegrim geht mich an, ſeinem älteſten Sohne, der ſeine Zeit im Jäger⸗ corps ausgedient hat und nun, als Oberjäger entlaſſen, keine Stelle findet, unterbringen zu helfen. Gewiß, er ſoll die Förſterei in Liebenau haben. Seine Zeugniſſe ſind vortrefflich, und er iſt der Sohn ſeines Vaters, des