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Während dieſes Winters ordnete Anton ſeine Tage⸗ bücher. Wenn Hedwig ihn in ſeine Wirthſchaftsrech⸗ nungen, Monatsſchlüſſe und Forſt⸗Ausweiſe vergraben wähnte, erging er ſich— bei Froſt und Schnee im war⸗ men Gemache weilend— in der Zeit des Vagabunden⸗ lebens. Man ſollte meinen, die erneuerte Erinnerung an all' das überſtandene Elend müſſe ihm ſein gegen⸗ wärtiges Glück erſt im hellſten Lichte vor die Augen ge⸗ ſtellt haben. Im Gegentheil: was ihn, da er es wan⸗ dernd ertrug, wie eine ſchwere Laſt bedrückt, das dünkte ihm jetzt ein verlorenes Glück; aus den Blättern, die er überlas, wehete ein frühlingslauer Zauberhauch, und immer und immer wiederholte ſich der leiſe Ausruf: ich liebe Hedwig, und ich bin glücklich, daß ſie mein Weib iſt; aber es war doch ſchön, als ich frei war!
Ohne daß er es wollte, ja ſogar, indem er es zu ver⸗ meiden ſuchte, trug ſich eine Färbung davon in die Briefe über, die er an Gräfin Julia nach Sophienthal zu rich⸗ ten niemals unterließ. Dieſe aber ſchien abſichtlich keine Kenntniß davon nehmen zu wollen. Aus ihren Ant⸗ worten, welche Hedwig wie Ottilie laſen, ging immer nur hervor, welchen Antheil ſie an dem häuslichen Glücke ihrer theuren Liebenauer nehme. Ottilien dagegen ſchrieb ſie nur, man könne jetzt Nichts thun, als ſchweigen und hoffen; zur Entbindung werde ſie ſich perſönlich einſtel⸗ len, und erſt nach dieſer, wenn Alles glücklich vorüber, ſei es an der Zeit, zu reden und zu handeln.
Gott gebe, ſeufzte Ottilie, daß ſie meinem alten


