Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Mutter und Töchter, ihn lobend und ſeinen raſchen Ent⸗ ſchluß bedauernd, keine Urſache dafür zu finden wußten. Graf Louis, in übermüthiger Laune, in welche er durch die Entfernung eines Feindes verſetzt war, der, wenn er hier blieb und redete, ihm ſehr ſchädlich werden konnte, meinte ſich berufen, eine Urſache anzugeben, und wähnte dieſe Gelegenheit zur Herabſetzung des Abweſenden und zur Erhebung ſeiner eigenen Tapferkeit benützen zu dür⸗ fen. Er gab alſobald ein Märchen zum Beſten, welches ihn als glorreichen Sieger über Anton darſtellte, den er mit dem Beinamen eines Vagabunden, lüderlichen Herumtreibers, durchgeprügelten Händelmacher's reich⸗ lich beſchenkte. Anton vergaß ſeine guten Vorſätze, ſich durchaus nicht zwiſchen dieſe Perſonen ſtellen zu wollen; von verzeihlichem Zorne übermannt, trat er vor und führte, ohne Schonung gegen einen prahleriſchen Lüg⸗ ner, die Vertheidigung ſeiner Ehre, indem er die reine Wahrheit erzählte. Dieſer gegenüber blieb Graf Louis ſtumm; ſein Schweigen wurde zum Ankläger und Rich⸗ ter für ihn in der Meinung der Damen.

Welche Folgen dieſe Scene gehabt und künftig noch haben ſollte, werden wir im weiteren Verlauf unſerer Erzählung erfahren. Für jetzt genügt uns, Anton's nächſte Schickſale zu verfolgen, und wir geleiten ihn nur bis zu ſeinem ländlichen Stuhlwagen, in welchem er ohne Weiteres die Reiſe nach E. antrat.