Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Es war ſchon ſpät im Herbſte, da er, nach Beendigung aller vom ſeligen Mirabel abgeſchloſſenen und auf ihn übergegangenen Engagements in dieſer Gegend, einige Meilen weiter auf eine große Beſitzung verſchrieben ward, wohin man ihn, mehr ſeiner angenehmen Erſcheinung und ſeines entſprechenden Betragens halber, als wegen ſeiner Talente für den Tanz, beſtens empfohlen. Er dankte dem guten Glücke, aus all' den Schlingen, die Alt und Jung, von der Gnädigſten bis zur Kammerkatze herab, ihm legen wollen, mit heiler Haut und unausge⸗ kratzten Augen entkommen zu ſein, und begab ſich nach dem Orte ſeiner neuen Beſtimmung, wo er im October anlangte.

Hier wehete ihm ein anderer Geiſt enkgegen. Von Frivolität, wie er ſie kürzlich kennen gelernt, ſchien hier keine Spur zu entdecken; vielmehr waltete eine faſt herrn⸗ hutiſche Neigung zu frömmelnder Strenge vor, in welcher aber durchaus keine Heuchelei zu bemerken war. Der ernſte Ton des Hauſes reichte bis auf die Dienſtboten, die ſämmtlich ein wenig erſtaunt d'rein blickten, einen Jünger ſündlicher Tanzluſt aufnehmen zu müſſen. Das Räthſel löſete ſich doch bald. Die mittlere Tochter des Gutsherrn(Anton fand ſich durch die Dreizahl der Töchter an Liebenau erinnert, wiewohl ſonſt nicht die geringſte Aehnlichkeit der Verhältniſſe auffiel) ſollte Braut werden; der Bräutigam wurde, wie die Dienſtboten ſich ausdrückten, auf Brautſchau erwartet. Und da dieſe Verbindung, des unſeligen Geldes wegen, erwünſcht, ja nothwendig erſchien, ſo hatten ſich die frommen Eltern