Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Tour d'Auvergne verhauchte ſein hundertjähriges Lebe im Kreiſe ſtaunender Schuljungen, die ihn mit feuchte Augen umſtanden, denn ſie hatten den alten Narren ger gehabt. Die letzten Worte des Sterbenden waren :main gauchel les cavaliers en avant!

main droite ſec

et vive TEmpere..

Sie ließen ihn begraben..

Aber die Welt hat es an ſich, daß ſte auch auf Grä bern tanzt. Und es ward an Anton die Frage gerichtet ob er nicht zu den künftigen Tanzſtunden weiter auf ſpielen wolle? Man werde verſuchen, ſich ohne Lehrer zu üben. Anton, als Knabe in Liebenau ſchon für einen guten Tänzer bekannt; Anton, von Laura's zärtliche Aufmerkſamkeit gebildet; Anton, mit Mirabels ganze Schulweisheit bis in die kleinſten Flüche hinein vertraut warf ſich ohne Weiteres zum Erben des Verblichenen auf. Da konnten Eltern, Knaben und Mädchen ſich nicht genugſam verwundern und konnten es nicht genügend loben, wie der unbewegliche Geiger, der bishen Nichts gerührt als Arm und Bogen, jetzt mit Einem

Male Leben gewann, Lebendigkeit, Ausdruckund Sprache Wie ſo ganz anders, denn Herr Mirabel, er dem Tanze Sinn und Bedeutung verlieh; wie die Grazien auf ſeinen Ruf erſchienen, der tobenden Schaar Ordnung und Mäßigkeit beizubringen. Anton war wieder ein Antoine geworden, allen früher gefaßten Vorſätzen zuwider; und hätte nicht Hedwigs Schnur auf ſeinem Herzen gelegen,

ſich ſanſt an die Bruſt ſchmiegend, wer weiß, ob