Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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3 wefeſtiget, in die Weſtentaſche, ging einige Male heftig aauf und ab und ſagte dann: Jetzt iſt es Zeit, aufzu⸗ brechen und dieſe Stadt zu verlaſſen.

Zweiundſechzigſtes Kapitel.

Mirabel kam Antons Wünſchen zuvor. Der Früh⸗ ling trieb ihn ohnehin aus der Stadt, auf ländliche Weide. Sie ſchloſſen einen neuen Vertrag, erneuerten vielmehr den alten und ſagten dem lieben E. Valet.

Von ihrem Leben auf den Landſchlöſſern, in den Beamtenhäuſern, die Beide nun wechſelnd bezogen und nach vierwöchentlichem Aufenthalte wieder verließen, iſt wenig zu berichten, was unſern Anton angeht. Immer die alte Leier: gedankenloſes Hergeigen der alten Tanz⸗ melodieen; dann aber, ſobald dieſes überſtanden: Ein⸗ ſamkeit im Feld, im Freien, im Grünen. Da lebte der junge Mann recht eigentlich ſeiner männlichen Entwicke⸗ lung; da lernte er denken, indem er verglich, erwog und ſinnend an ſich bildete.

Was ihn umgab, ließ ihn gleichgültig. Was er durchlebt hatte, galt ihm nur inſofern noch für wichtig, als er die Eindrücke zu erforſchen ſtrebte, welche Vergan⸗ genheit ihm bleibend hinterlaſſen. Was er noch durch⸗

leben werde, glaubte er mit Faſſung erwarten zu dürfen.

Es iſt gleichviel, meinte er, was mir begegnet; nur darauf kommt Alles an, wie ich dem Unvermeidlichen begegne, wie es mich findet! 8