Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

dieſer noch als Menſch unter gewöhnlichen Menſchen lebende Poet die armſeligen Plackereien und Qualen anderer Geſchöpfe mit erdulde; daß Er es nicht ver⸗ ſchmäht habe, dem leichtſinnigen Treiben der Bretterwelt Führer zu ſein! daß ein Hund Ihn verdrängt habe! Anton hätte den Hausknecht umarmen mögen!

Steht es alſo um die Götter dieſer Erde, rief er aus; ſind auch ſie dem Elend unterworfen, Staubgebor'ne zu heißen? Nun, dann wär'es ja Zeit, zu lächeln bei eigenem Jammer und von Allem, was ſich mit uns begiebt, nur die luſtige Seite herauszukehren. Das will ich von nun an, aber ſehen will ich Ihn, bevor ich meinen Stah weiter ſetze!

Und er ſah ihn; ſah ihn des anderen Morgens am Fenſter ſtehen, es öffnen, einen Athemzug aus reiner Winterluft ſchöpfen, ſein Auge zum hellen kalten Neu⸗

jahrshimmel hinauf heben! und nachdem Anton dies geſehen, fragte er ſich: was hätt' ich noch im Elephanten

zu ſchaffen? Er verließ die Stadt. Da er die nicht entfernte Grenze ſeines Vaterlandes

überſchritt und ſich den üblichen und beliebten Ceremo⸗ nieen des Viſitirens unterwerfen mußte, machte er durch ſein Erſcheinen den Grenzwächtern Mancherlei zu denken.

Sie konnten ſich's nicht erklären, wie ein junger Burſch, den man ſeinem Aeußeren nach für einen wohlconditio⸗ nirten Handwerksgeſellen halten mußte, zu einem Pariſer Legations⸗Paß von ſo umunſchränkter Dauer gekommen ſei? Ein Controleur richtete an ihn die halb neugierige,