Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ehemalige Thierführer. Ein Bär, ſprach er, wäre mir noch lieber geweſen, ſollte es auch ein blauer ſein; dagegen wohn ich von nun an nicht mehr in einem Hirſch, und wenn's ein goldener wäre.

Der Elephant ſah unſeren Freund anfänglich ein Bißchen über die Achſel an; das ſchlechteſte Stübchen, ſo unter ſeines Rüſſels Scepter lag, öffnete ſich für Anton.

Ihm, der ſeit ſechs Tagen durch Schnee und Feld, von

Dorf zu Dorf ſich herumgeſchlagen, dünkte dies armſelige Gemach mit ſeinem eiſernen Oeſchen ein Prunkzimmer, ſehr geeignet, einige Tage der Ruhe, der Ueberlegung zu widmen und von dort Entſchlüſſe für ferneren Lebens⸗ wandel mitzunehmen. Wie uneigentlich, ſagte er, nach⸗ dem er trocknes Holz in den glühenden Ofen nach⸗ gelegt und ſich behaglich auf das dreibeinige Kanapee geſtreckt, wie uneigentlich redet man doch von dem Lebens⸗ wandell der meiſten Menſchen, die da unwandelbar an ihrer Scholle kleben, in ihren Läden feilſchen, in ihrem Amte regieren, neben ihrer Eltern Grabe modern. Wandeln ſie durch's Leben? O nein, das Leben wandelt durch ſie, und ſie ſpüren's manchmal kaum. Ich dagegen, ſeitdem ich Liebenau verlaſſen, darf mich wirklich rühmen, einen Lebenswandel geführt zu haben, und obenein nach gewöhnlichen Begriffen, einen ſchlechten. Aber wenn ich mich ehrlich frage, ob ich ſchlecht dabei geworden bin, darf ich ebenſo ehrlich antworten: noch nicht! Doch will ich auch nicht ableugnen, daß es die höchſte Zeit wäre, dem Dinge ein Ende zu machen; ſonſt ſteh' ich für Nichts. Mir iſt um's Herz, als wäre nun der Wendepunkt erreicht: nur