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Viertes Kapitel.
Es wird Zeit, daß wir den geneigten Leſer in Anton's frübere Lebensjahre, ſowie in die Verhältniſſe ſeines hei⸗ mathlichen Dorfes ein wenig einführen. Deshalb wer⸗ den wir einen Rückſchritt machen müſſen; doch ſoll der Fortſchritt unſerer Erzählung dadurch nicht lange aufge⸗ halten werden.
Der alte Baron Kannabich, der Liebenau, den erſten Schauplatz dieſes ſchlichten Romans, von ſeinem Vater (dieſer wiederum von dem ſeinigen und ſo weiter hinauf) ererbt hatte, war auch einmal jung geweſen, wie das bei vielen alten Baronen der Fall zu ſein pflegt. Und als er jung, war er ein wilder, nichtsnutziger, lüderlicher,
junger Herr geweſen, wie das bei vielen jungen Baro⸗ nen der Fall zu ſein pflegt. Deshalb hatte er denn auch in ſeine älteren Tage nicht viel mehr mit
einen unverſtegbaren und unbeſieglichen Durſt(doch
mal, folglich neunmal größere Naſe, als Freiherrn, Ritter und
der Dinge zu tragen be⸗
lieben. Dieſe Naſe gab unſerm Anton, welcher ihr blau⸗
rothes Farbenſpiel von Kindheit auf mit beſonderer An⸗ dacht obſerviret, erwünſchte Gelegenheit, den geſtrengen
1 Gutsherrn mit dem Beinamen:„Onkel Naſus“ zu be⸗
lehnen; eine Benennung, welche anfänglich kaum durch⸗


