Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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der letzteren war offenbar der Liebling der Alten, denn es empfing volle Nahrung von beiden, während das andere, ſobald es ſich nähern wollte, unſanft zurückgeſtoßen wurde und ſogar Biſſe von den Schnäbeln ihres Vaters und ihrer Mutter erhielt. Einer dieſer Stöße war zu ſtark für das kleine Thier; es wankte, verlor den Halt, und noch nicht völlig flügge, fiel es ohne ſich Schaden zu thun halb ſchwebend vor Antons Füße.

Der Eindruck, den dies einfache Ereigniß auf un⸗ ſern Helden hervorbrachte, iſt nicht zu beſchreiben. Er gab ſich ihm kindlich hin. Sorgſam ergriff er die kleine Ausgeſtoßene, bedeckte ſie mit Küſſen und Thränen, ver⸗ hieß ihr freundliche Pflege. Seine Liebkoſungen thaten ihr wohl: ſie ruhte friedlich in ſeinen Händen.

Mittlerweile wurden die ungerechten Eltern doch be⸗ ſorgt um ihr verlorenes Kind, ſtießen allerlei rufende Töne aus und ſchwangen ſich dem Platze, wo Anton lag, immer näher. Er aber, ſchnell emporſpringend, ver⸗ ſcheuchte ſie. Nicht mehr euer Kind! rief er laut, daß es

im Walde nachhallte. Sie iſt mein! Ich erziehe ſte! Mit dieſem heroiſchen Ausrufe erhob er ſich, um den Wald zu verlaſſen und zu ſeiner Großmutter heimzu⸗ kehren.