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ſamkeit ſuchte? Soll man auch im dicken Walde keine Ruhe finden vor den Menſchen?
„Was haben Dir denn die Menſchen zu Leide ge⸗ than?“ ſagte Wolfgang.„Dir, der bei ſeiner Groß⸗ mutter lebt, im wohnlichen Hauſe; der ſein Bett hat und ſeine Suppe? Im Winter ſeine warme Kleidung? Der ſich redlich ernährt mit ſeiner Hände Arbeit? Was haben ſie Dir gethan?“
Haſt Du danach zu fragen? erwiederte Anton mür⸗ riſch. Geh’ Deiner Wege und laſſ' mich hier liegen.
„Ich will nicht!“ war Wolfgangs trotzige Antwort. „Bei Dir zu ſein, bin ich Dir nachgeſchlichen und kau're an Deiner Seite, ſolange Du ſchläfſt, um Dir die Bremſen zu verjagen, die Dich ſtechen und Deinen Schlaf ſtören wollten. Alle Menſchen möcht ich vergif⸗ ten; lebendig ſchinden könnt' ich ſie, wenn ich die Macht dazu hätte. Nur Dich hab' ich lieb, Korbmacherjunge.“
Wie komm' ich zu der Ausnahme? fragte mit faſt ſpöttiſchem Lächeln unſer Anton, während er ſeinen Ober⸗ körper zur Hälfte von dem bemooſeten Erdboden aufrich⸗ tete und, auf den linken Arm das Haupt geſtützt, dieſes dem ſchwarzen Wolfgang zuwendete.
„Das weißt Du nicht mehr? Ich weiß es deſto beſ⸗ ſer, und ich will's Dir wohl ſagen. Vor einem Jahre, oder iſt's noch länger, gingſt Du einmal mit den Töch⸗ tern Eures rothnaſigen, verſoffenen Barons und mit des Paſtors Söhnen um's Dorf herum, gegen Abendzeit. Ich ſaß hinter einer Schlehdornhecke und ſah Euch kom⸗ men. Ich war voll von Bosheit und Hunger. Beim


