Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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das hab' ich niemalen aus der Antoinette ihren Erzäh⸗ lungen herausbringen können. An anderem Vieh hat es nicht gefehlt. Zum Glück haben die Sänger wenig⸗ ſtens ihre Kleidung nicht ablegen dürfen. Sonſt war Alles wie beim Sündenfall. Ach, mein lieber Anton, hatte Dein Großvater bisher mit ſeiner Nette Abgötterei getrieben, jetzt fand er gar keine Grenzen mehr. Die Lobſprüche, die ſie von Hoch und Niedrig erhalten, hatte er eingeſackt und ſich völlig damit ausgepolſtert, daß er ſelber aufgeblähet war wie ein welſcher Hahn, den die Köchin mit gebratenen Kaſtanien ſtopfte. Einen gülde⸗ nen Ring ließ er ihr machen für drei ſchwere Dukaten, und auf einem Plättchen ſtand eingegraben:Eva. Den Ring mußte ſie tragen, als ob ſie eine Dame wäre. Das gab ihr den letzten Gnadenſtoß. Wenn ich ihr eine häusliche Arbeit auftrug, ließ ſie nur ihren Ring im Lichte glitzern und ſetzte ſich an's Clavicembalo. O Anton, da war ſie ſo lieblich und ſchüttelte mit den dunklen Locken herum, daß die allerhöchſten Noten herauspfiffen aus dem Perlenmunde, als ob's Waſſertropfen wären, die an der Sonne funkeln. Und da war die thörichte Mutter wie⸗ der ſtill, ſchaffte ſelbſt im Hauſe und horchte auf ihres Kindes Geſang. t

Unterdeſſen waren die Huſaren, die ſonſt in G. gele⸗ gen, zu uns nach N. in's Quartier gekommen. Schon wie ſie einrückten, und wie ihre Trompeten über den Platz. ſchmetterten, daß es bis in unſeren ſtillen Kirchhof drang, ſpürt' ich an Netten's Betragen, die Sachen wären nicht in der Ordnung. Sie war wie ausgetauſcht, unruhig,