vergrößern und der die Rathſchläge einer Autorität hören möchte. Dadurch gewann er ſich Reichenborn's Achtung in einer Viertelſtunde. Carolinen entging das nicht; ſie benützte dieſe Wendung und mit ihres Vaters Eigenheiten vertraut, brachte ſie ihn ſehr leicht dahin, daß er ihr die Mühe abnahm, die Reiſepläne dieſes Sommers vor Demjenigen zu ent⸗ hüllen, der davon unterrichtet ſein mußte, ſollte und wollte ein gewaltſam abgebrochenes Verhältniß wie⸗ der angeknüpft werden. Die Reichenborn'ſchen be⸗ abſichtigten, die zweite Hälfte des Juli und minde⸗ ſtens die erſte des Auguſt in Teplitz zuzubringen, wo⸗ hin Mutter und Vater durch ihren Arzt geſendet worden. Den Juni hatten ſie in Dresden verlebt und da dieſer Monat faſt abgelaufen, würden ſie vielleicht, ohne erſt wieder heimzukehren, in der ſchönen Elbſtadt noch einige Wochen ausgedauert haben, wäre dem alten Herrn nicht die Weiſung zugegan⸗ gen, daß ein Prager Haus, mit welchem er ſonſt in lebhaftem Verkehr geweſen, und welchem er nicht unbedeutende Capitalien in Händen gelaſſen, auf ſchwachen Füſſen ſtehen ſolle. Herr Reichenborn war durchaus nicht der Mann, ſich in ſolchen Fällen mit brieflichen Berichten zu begnügen; er zog vor, an Ort und Stelle ſelbſt zum Rechten zu ſehen.
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