Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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Neunzehntes Capitel.

‚Auf dem Bade bei Dresden gab es Garten⸗ conzert und um Roſſini's ziemlich gedankenloſe Cres⸗ cendo's ſaßen, nicht eben ſehr gedankenvoll, unzäh⸗ lige ſchmucke Hörerinnen an vielen Tiſchen; bewun⸗ dernd, ſchwatzend, Caffee trinkend, Kuchen eſſend. Ich will um aller Welt Willen nichts gegen Roſſini geſagt haben, dem ich dankbar bleibe für ſeine ſüßen Schelmenlieder, ſo lange noch ein Ton in meiner Seele nachzuklingen vermag; aber die ernſt⸗ haft gemeinten, fleißig aufgeſpielten, andächtig ange⸗ hörten Ouvertüren, die zu jener Zeit an der Tages⸗ ordnung waren, konnten einen ehrlichen Freund der Tonkunſt, mochte dieſer auch nur ein Laie ſein, zu gelinder Verzweiflung bringen. Dasſelbe äußerte an jenem Nachmittage eine recht artige jüngere Dame