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den Tiſch, riß Franzens gezogene Kugelbüchſe—(ein Geſchenk ſeines alten Lehrherrn)— vom Pflock an der Mauer und paßte die Kugel in's dicke Rohr, deren Kaliber genau zutraf. Noch ſtand er unſchlüſſig, da erhob ſich der Jäger:
„Ja, Herr, ich war's! der Schurke ſollte ſterben, da ſie noch lebte. Jetzt ſoll er's gewiß, da ſie ſeinetwegen umkam. Und müßt' ich...“
Emil ſchloß die Thür. Eine lange Unterredung
erfolgte, deren Inhalt niemand im Schloſſe erfuhr,
obwohl ſich alle Leute, vorzüglich Liſette, ſehr ver⸗ wunderten, was der Herr ſo gewaltig lange im Jäger⸗ zimmer zu thun haben möge?
Einige Tage ſpäter empfing der Amtmann die für ihn gerichtlich ausgefertigte Vollmacht: ‚Während Abweſenheit des Gutsherrn, der eine zur Herſtellung erſchütterter Geſundheit nothwendige Reiſe auf län⸗ gere Zeit und außer Landes unternehme, an deſſen Statt die Herrſchaft zu verwalten und ſämmtliche
Geſchäfte zu führen.“
Als dienenden Begleiter nahm Emil von Schwarz⸗ waldau einzig und allein ſeinen Leibjäger Franz Sara mit auf Reiſen.
Liſette wollte ſich die Augen ausweinen.
„Es wächſt Gras über Alles!“ tröſtete ſie der
ſcheidende Liebhaber.
Ende des erſten Bandes.


