Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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der Oede meines Ungluͤcks? Wenn die hingeworfenen Aeußerungen, die ich aus ſeinem Munde vernehme, ſeitdem ich um ihn bin, mehr bedeuteten, als ich ihnen beilegte? Wenn ich richtig errathe, daß jetzt die Stunde hereinbrach, wo er Ernſt machen, wo er ſterben will? Dieſer graue, ſchwül⸗windige, aus⸗ dörrende Sommertag ſcheint ſelbſtmörderiſche Abſichten zu fördern?! Wohlan denn: ſchieben wir für's Erſte die unſrigen hinaus und belauſchen wir die Schritte des Andern.

Franz ging nicht nach dem Bänkchen beim kleinen See im Park; begab ſich vielmehr ohne Zögern in ſein Gemach, aus welchem er leicht und ungeſehen zu ſeinem Gebieter gelangen konnte.

Emil von Schwarzwaldau, ſeit zwei Jahren mit Agnes vermählt, ſtand im Siebenundzwanzigſten, konnte aber, obgleich er nichts weniger als blühend ausſah, für einen noch jüngeren Mann gelten. Sein gewöhnlich bleiches Angeſicht zeigte faſt immer eine durch ſanfte Freundlichkeit gemilderte Schwer⸗ muth, die jedoch augenblicklichen Scherzen in geiſt⸗ reicher Aufregung gern zu weichen ſchien, aber nur ſchien. Es war nicht die abgeſchloſſene Re⸗ ſignation eines vom Leben hart getäuſchten Mannes, welche aus jener Schwermuth ſprach; faſt knaben⸗