Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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begünſtigte. Das Dorf zieht ſich an breitem Sand⸗ wege eine Viertelſtunde lang hin; die Kirche befindet ſich in der Mitte des Dorfes. Ganz am Ende erſt erhebt ſich des Gutsbeſitzers Wohnhaus, deſſen Größe und gediegene, faſt mittelalterliche Bauart an dieſer Stelle überraſcht. Noch überraſchender wirkt in ſol⸗ cher, nur durch magere Getreidefelder unterbrochenen Waldung ein blühender Garten und daran grenzen⸗ der friſch⸗ grünender Park, der ſich mit kühlen Landſeen, ſammtenen Wieſen, heiteren Gruppen ſaftiger Laubhölzer wie ein großer Kranz um die maſſiven Wirthſchaftsbauten ſchlingt. Man erkennt auf den erſten Blick, daß es der Wille eines frü⸗ heren, ſehr reichen Beſitzers geweſen ſein muß, wel⸗ cher derlei Anlagen inmitten alter Kiefer⸗ und Fichten⸗Wälder ſchuf, weil es ihm eben ſo beliebte; ohne Rückſicht auf Zinſenertrag von den daran ver⸗ wendeten,(ein ſtrenger Landwirth dürfte ſagen: ver⸗ ſchwendeten), großen Summen. Die Bewohner des Dorfes verwunderten ſich unendlich und ſie kamen bei ihren Unterhaltungen im Wirthshauſe, wie in den Spinnſtuben gar nicht darüber hinaus, daß der gegenwärtige Beſitzer Emil von und zu Schwarzwaldau, ſeit zwei Jahren an eine junge, ſchöne Frau verheirathet, noch immer