Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Mathilde hielt ſich neben ihrer Tante:Ich verlaſſe Dich nicht, ſagte ſie ernſt;weiß ich denn, ob meine Mutter wünſcht, daß ich die Erſte ſei, die ſie begrüßt? Vielleicht kommt ſie nur, in Geſchäften mit ihrem Bruder zu verkehren? Ihre Sehnſucht nach mir kann unmöglich groß ſein; ſonſt hätte ſie nicht ſo lange gezaudert, mich wieder zu ſehen.

Dennoch gilt ihr Ueberfall nur Dir, Ma⸗ thilde. Mit uns hat meine Schwägerin nichts mehr zu ſchaffen; ſie hat keine Forderung mehr auf Mühl⸗ haus. Von uns kann ſte nichts wollen. Und re⸗ det die Ahnung wahr, die mir die Bruſt zuſammen⸗ ſchnürt, ſo will ſie Dich; ſo kommt ſie, Dich uns zu entreißen!

Das verhüte Gott! klagte Mathilde.

Da hielten die Pferde an, Baronin Stjernholm ſprang leicht und ſicher aus dem Wagen, und eilte auf die erſchreckten Damen zu.

Welch ein günſtiges Vorzeichen, rief ſie ihnen zu,daß ich Euch hier treffe, Dich, meine theure Schwägerin Johanna, und Dich, mein liebes Kind! Ihr werdet die beſten Vermittler ſein zwiſchen mir und dem guten Hanns, der mir gewiß zürnt, weil ich ihm neuerlich Kummer bereiten mußte. Ach, wie