Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

292

ſinnige Forelle zupft und zerrt, um geliebt es dem guten Glücke, endlich anzubeißen?

Hätte ſich's in der That ſo verhalten, ihre An⸗ kunft würde die Sache umgeſtaltet haben: der Ang⸗ ler wäre zum Fiſche, ſie zur Fiſcherin geworden, die keinen Köder ſpart, ihn anzulocken.

Vielleicht war es dieß naheliegende Gleichniß, welches ſie veranlaßte, ihrer übermüthigen Luſtigkeit neuen Stoff zu geben und die Frage fröhlich lachend zu wiederholen, um dann eine Menge ſcherzhafter Einfälle daran zu knüpfen. Doch Graf Eichengrün, wie geſagt, war hier zwiſchen Chauſſée und Berg⸗ waſſer nicht der geſchickte Volant⸗Spieler, der jeglichen Wurf Schlag auf Schlag erwiederte. Schwerfällig, ohne Witz, ohne feine Galanterie ſtand er vor dem Reiſewagen der Baronin; brachte nichts heraus, als die immer wiederkehrende Bitte: man möge ihn nicht ſo geringſchätzen, ihn für einen Angler zu halten; ſo weit ſei es wahrlich noch nicht mit ihm gediehen, und er hoffe auch nie dahin zu gerathen.

Nun dann erbarmen Sie ſich meiner Neugier, rief die Stjernholm,und entdecken Sie mir, was Sie getrieben haben?

Nichts, auf Ehre, nichts! Ich ſah dem Spiel