Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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lich. Den Kranken zu ſehen, zu ſprechen, gelingt keinem ſeiner Bekannten, obgleich mehrere, die ich durch dritte Perſonen dazu auffordern ließ, ſich die größte Mühe darum gaben. Er läßt niemand vor. Die Aerzte ſehen keinen rechten Grund dafür; denn ſie verſichern, daß ſeine Umgebungen nicht im ent⸗ fernteſten die Spuren eines gewöhnlichen Kranken⸗ zimmers tragen. Er ſitzt zwar in einem Armſtuhl, der ſich nach Bedürfniß zur chaise longue umwandeln läßt; doch macht er täglich um zwölf Uhr Toilette und beſindet ſich, wenn er die Mediker erwartet, im ſauberſten Zuſtande. Sie haben ihm wiederholt an⸗ gerathen, zur zerſtreuenden Erheiterung einige Freunde um ſich zu verſammeln. Bei dem Worte ‚Freunde: hat er bitter gelächelt. Und als ſie darauf beſtan⸗ den, weil belebte Geſpräche ihn von ſeinen mitunter ſehr heftigen Schmerzen abziehen würden, entgegnete er:Später, ſpäter, meine Herren; jetzt noch nicht! Woraus ſie entnahmen, daß er auf Geneſung hofft; eine Hoffnung, die ſie natürlich zu rauben ſich nicht berechtigt finden, mag ſie ihnen auch noch ſo grund⸗ los erſcheinen. Er will keinen Menſchen um ſich haben, als ſeinen Bruder.

Der ſich denn auch hier, wie überall, muſter⸗ haft benimmt. Ja, Barbara, wenn es ein großer