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fährlicher, mir deſto lieber. Ich bin gelaunt, das Tollſte zu thun; nur nicht länger hingezogen werden zwiſchen zwei Mächten, die ſich um mich ſtreiten.“
„Und für eine dieſer Mächte wollen Sie meine Wenigkeit gelten laſſen? Das iſt wunderhübſch von Ihnen, ich weiß es gebührend zu ſchätzen. Nur mit der gewünſchten Gelegenheit, für meine Freiheit zu kämpfen, kann ich nicht aufwarten. Ich bin frei; mich beläſtiget kein Band. Vielleicht aber würde ge⸗ rade dasjenige, womit Sie mich binden wollen,— denn darauf gehen Sie ja aus, nicht wahr?— meine Freiheit gefährden. Sie ſind ſehr jung, Her⸗ mann. Ich kann Sie lieben, wie eine ältere Schwe⸗ ſter es thun würde. Sind Sie damit nicht zufrie⸗ den? Mißgönnen Sie mir dieſe Macht?“
„Die älteren Schweſtern gängeln gern ihre Brüder. Sogar meine gute, beſte Tante geſtand mir ein, daß ſie meinen Vater kurzgehalten, ſolange der ſich kurzhalten ließ. Ich habe, Gott ſei Dank, ſchon Kurzhalter genug. Einer Schweſter bedarf ich nicht. Wollen Sie mir nichts anderes ſein, als Schweſter, dann, Baronin, hab' ich heute zum erſten⸗ und zum letztenmale dieſes Zimmer betreten.“
„Iſt das Ihr unwiderruflicher Entſchluß? Nun, ſo ſehen Sie ſich vorher hübſch darin um, damit Sie ein deutliches Bild meiner Wohnung mitneh⸗


