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Wagen geflogen,— zu David's größtem Schrecken, dem er dabei den Glanzhut vom Kopfe geriſſen,— und lag bereits in den Armen ſeiner Tante, als David mit den Pferden von jener, Graf Ulrich mit ſeinem Haushofmeiſter von dieſer Seite nachrückten, um ſich ſämmtlich in einer und derſelben Staubwolke zu vereinigen.
David benützte den willkommenen Aufenthalt, vom Bocke zu ſteigen, und den herabgefallenen Hut nachzuholen, während der Kammerdiener mit der Linken die Pferde hielt, mit der Rechten die Uhr zog und zum Grafen ſagte:„Auf die Minute, Ex⸗ zellenz!“ Der Graf ſchluckte ein Weilchen den ihm zugemeſſenen Vorrath von Chauſſéeſtaub geduldig ein; ſodann, eiferſüchtig auf die Zärtlichkeit, die ſein Sohn der Tante Barbara ſpendete, ohne des Vaters zu achten, huſtete er heftig und ſprach:„Ich dächte, wir zögen uns an einen Platz, wenn Eure Embraſſe⸗ ments ſo lange ausgeſetzt werden können, wo gerin⸗ gere Gefahr des Erſtickens droht? Dort ſeh' ich den Schäferknecht mit dem Brackoieh herantreiben, was keine Ausſicht auf ferneres Athemholen verheißt.“
Barbara hörte aus ihres Bruders erzwungen⸗ ſcherzhaftem Tone den gerechten Groll des momentan zurückgeſetzten Vaters heraus. Sie machte Hermann's


