Teil eines Werkes 
3. Th. (1822)
Entstehung
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dieſer Feuerprobe hervor. Das erlittene Ungluͤck hatte vorzuͤglich Luiſens Charakter ſanfter ge⸗ macht, und Beiden mehr Feſtigkeit verliehen; doppelt genoſſen ſie nun jedes Gute, wenn ſie es mit der ſo ſchrecklichen Vergangenheit verglichen.

Obgleich der Graf die Maßregeln des Kaiſers, in Hinſicht des Herzogs von Friedland, nicht durchaus tadeln konnte, da er deſſen verraͤtheriſche Anſchlaͤge kannte, ſo war das Andenken des Va⸗ ters ſeinem Herzen doch zu theuer, als daß er im Stande geweſen waͤre auch nur eine der vielfaͤltig angebotenen Gnadenbezeugungen fuͤr ſeine eigene Perſon anzunehmen. Ueberdies war Ehrgeiz die Haupt⸗Klippe des Verderbens ſeines Vaters gewe⸗ ſen, und er beſchloß ſein Gluͤck auf ſicherern Grund zu bauen. Unter ſeiner milden Herrſchaft bluͤheten und erweiterten ſich die Fluren von Ma rchfeld t, er ſah ſich nicht weniger geliebt und geehrt von ſeinen Unterthanen, als es die vormaligen Stamm⸗ beſitzer geweſen waren, und ward Vater mehrerer edlen Soͤhne und lieblicher Toͤchter; Segen waltete uͤber ſein Haus und ſein Beſitzthum.

Conrad, dem Barbara ihre Hand an demſelben Tage gegeben hatte, der ihre geliebte

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