Teil eines Werkes 
3. Th. (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

287 laͤnglichen Kenntniſſen, um die Maſſe des Pulvers

und anderer brennbarer Materien, richtig berech⸗ nen zu koͤnnen, die im Stande waren ein Gebaͤu⸗

de von ſolchem Umfange, das dazu nicht auf glei⸗ chen Grundfeſten ruhete, gaͤnzlich in die Luft zu ſprengen; vielleicht kannte er die Feſtigkeit des Schloſſes nicht hinlaͤnglich. Genug, ſein Plan war mißlungen, denn obwohl das Ganze eine heftige Erſchuͤtterung erlitt, war nur die Baſtion nach der Seeſeite zu voͤllig vernichtet. Verwirrung, Schrecken und bange Zweifel, bemaͤchtigten ſich in dieſem furchtbaren Augenblicke aller noch Lebenden; jeder ſuchte zu fliehen, denn jeder fuͤrchtete einen zweiten Ausbruch dieſes unter⸗ irdiſchen Feuers; aber nirgends boten die wanken⸗ den Mauern einen ſichern Schutz dar, und aͤngſt⸗ lich umherirrend, lief alles wild durcheinander. Conrad und Pandulfo entdeckten zuerſt die ſchauerliche Lage der Frau v. Wolfſtein; ihre naͤchſte Sorge war ſie, nebſt ihren Geſaͤhrten, von einem Orte fortzutragen, deſſen Schlund ſich bei der leiſeſten Erſchuͤtterung unausbleiblich zu ih⸗ rem Verderben oͤffnen wuͤrde. Sie ruheten nicht eher, bis ſie ſie an einen, wenigſtens ſcheinbar ſicherern