286
Am aͤuſſerſten Ende dieſer Baſtion befanden ſich auch die Gemaͤcher der Frau des Schloſſes; alle waren in den Fall mit begriffen, ausgenommen das, eigentlich nicht mehr mit dieſem Theile des Gebaͤudes zuſammenhaͤngende Betzimmer, in wel⸗ chem ſie, im Augenblicke des Derderbens, mit ihrem Beichtiger und Barbara, vor dem heiligen Kreuze kniete. Die Erſchuͤtterung war zu heſtig und ploͤtz⸗ lich, um ein deutliches Bewußtſeyn zu geſtatten, und ehe noch der Schrecken ſich ihrer bemeiſtern, und einen Schrei des Entſetzens ihren Lippen ent⸗ reißen konnte, lagen alle Drei beſinnungslos vor dem Gnadenbilde hingeſtreckt. Die, an der einen Seite dieſes Zimmers befindlichen Mauern waren gaͤnzlich vernichtet, ſo daß man alſo, nachdem Rauch und Qualm ſich etwas verzogen hatten, die leblos ſcheinenden Geſtalten vor dem noch aufrecht ſtehenden Crucifixe, von außen konnte liegen ſehen.
Woher es kam daß Wolfſtein's Plan nicht in ſeiner voͤlligen Ausdehnung gelang, laͤßt ſich ſchwer mit Gewißheit beſtimmen. Daß es ſeine Abſicht war das ganze Gebaͤude, nebſt allen Bewohnern deſſelben, zu vertilgen, Iſt wohl nicht zu bezweifeln. Vielleich mangelte es ihm an hin⸗


