Teil eines Werkes 
3. Th. (1822)
Entstehung
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Seit dem Schiffbruche Julians ſind zehn volle Jahre verfloſſen, er war damals erſt acht⸗ zehn Jahr alt. Doch hat ſich mir ſeine ganze Geſtalt tief eingepraͤgt, er war ein wohlgewachſe⸗ ner, huͤbſcher junger Menſch; das iſt nicht Ju⸗ lian. 4

Dennoch ſchrieb dieſes Mannes Hand die Einladung, welche euch nach der Cervo Bianca lockte; auch war ſein Vorgeben nicht ganz falſch, denn haͤtten wir uns nicht darein gemengt, moͤchte ſein Dolch euch wohl jetzt ſchon mit eurem Bruder in der andern Welt veveint haben. Hegt ihr ir⸗ gend eine Vermuthung wodurch ihr euch die Feind⸗ ſchaft dieſes Mannes zugezogen habt?

Durchaus keine; ich ſah ihn nie zuvor.

Ahnet ihr was ihn zu dieſem Schritte ver⸗ leitet haben kann?

Pandulfo ſchwieg eine Weile, dann ant⸗ wortete er:Einer, der ſo Manchem, ohne Unter⸗ ſchied und Anſehen der Perſon Schaden zugefuͤgt hat, muß erwarten daß auch ſeine Stunde ſchlage, und wer mit Raͤubern in enger Verbindung ſteht, darf ſich nicht uͤber Verrath wundern.