265 und nachdem Ruſo drei laute Schlaͤge an eine Thuͤr gethan hatte, wurde dieſelbe geoͤffnet, um ſie hineinzulaſſen.
Indem man Pandulſo vorwaͤrts fuͤhrte, bemerkte er daß er ſich in einem hell erleuchteten Zimmer befinde, und in dieſem Angenblicke wurde ihm auch der Mantel vom Kopfe genommen. Verſchiedene Maͤnner, von nicht ſehr vortheilhaf⸗ tem Anſehen, ſaßen in der Mitte dieſes unterirdi⸗ ſchen Gemachs, um einen Tiſch; der am oberen Ende befindliche Vorſitzer gebot ihm naͤher zu tre⸗ ten, und bat ihn ſeine Blicke auf einen ſchwer ge⸗ feſſelten jungen Mann zu werfen„ welcher zur Seite ſtand.
„Vermuthlich, Signor Paudulfg,* re⸗ dete er ihn an,„findet ihr hier bekannte Zuͤge, wonach euer Herz ſich ſehnt?“— 1
„Eure Frage macht mich beſtuͤrzt, Herr; ſo viel ich weiß, ſah ich dies Geſicht nie vorher in meinem Leben.“ 8 8
„Ihr erkennt alſo die Zuͤge eures geliebten Bruders Julian nicht?— Man ſollte kaum denken, daß ein ſolcher Naturtrieb eurem Herzen fremd ſeyn koͤnne!“—


