339 dem Kampfe, der eurer bald harren wird, einen unſichtbaren Schild uͤber euch halten! Geht mit Gott in die Schlacht, mein treuer Ritter, und kehret ſiegreich heim!“
Der Kaiſer erhob ſich jetzt, um aus ſeinem Schreibpult ein kleines, verſiegeltes Packet zu nehmen.
„Es liegt mir daran, Graf,“ ſprach er, „daß dieſe Papiere ſicher in eures Vaters Haͤnde gelangen; ihr erzeigt mir einen Gefallen wenn ihr ſie nicht aus den eurigen laßt. Ihr Inhalt iſt ſehr zarter Natur.“
Jetzt ſtieg Wallenſteins Verlegenheit auf das Hoͤchſte; wohl fuͤhlte er, daß noch ir⸗ gend eine Erklaͤrung erfolgen muͤſſe, bevor er
ſich aus dem Pallaſt entfernte, vergebens aber
ſuchte er nach Kraft dazu. Er wechſelte die Farbe
mehrere Male, oͤffnete die Lippen umſonſt zum
Reden, und lehnte ſich feſt an die Ruͤckſeite des
Seſſels, auf welchem die Kaiſerin ſaß, um ſich
aufrecht zu erhalten. Noch ſtand der Kaiſer mit
ausgeſtreckter Hand, ihm die Papiere entgegen⸗ 22*


