Teil eines Werkes 
2. Th. (1822)
Entstehung
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Wallenſtein ſchickte ſeinen Abgeſandten gleich nach der Ruͤckkehr, zum Kaiſerlichen Pal⸗ laſt um eine Abſchieds⸗Audienz zu erbitten, die auf das Huldreichſte geſtattet wurde. Schon ſeit mehreren Tagen hatte er ſich vom Hofe entfernt gehalten; man ſchob ſeine Abweſenheit auf die nöthigen Vorbereitungen zum vorhabenden Feld⸗ zuge, waͤhrend er groͤßtentheils vom Morgen bis zum Abend in der umliegenden Gegend, zu Pferde oder zu Fuß umherſtreifte, in der Hoffnung durch koͤrperliche Ermuͤdung den Kummer zu betaͤuben, unter welchem ſeine Seele faſt erlag.

Schwer laſtete auch dieſe letzte Zuſammen⸗ kunft mit dem Kaiſer⸗Paare auf ihm; er fuͤrch⸗ tete die unzaͤhlichen Fragen, welche ihn in Ver⸗ legenheit bringen konnten; doch nach reiflicher Ueberlegung beſchloß er, den Augenblick walten zu laſſen, in keinem Falle, aber ſeinen Vater zu verrathen, noch eine Unwahrheit zu ſagen.

Das erhabene Paar empfing ihn mit allen nur moͤglichen Zeichen der Huld.Wir ſind lange unentſchieden geweſen, hub der Kaiſer an,welch aͤußeres Zeichen unſerer Liebe, bei ei⸗