Wallenſtein hatte jetzt voͤllige Muße zum Nachdenken, und Stoff dazu haͤtte ihm ſchon al⸗ lein der auffallende Gluͤckswechſel im Geſchicke ſei⸗ nes Vaters, geben koͤnnen. Einen Mann, den er ſich nie anders als groß und maͤchtig denken konnte, nun auf einmal ſeiner hohen Wuͤrde be⸗ raubt zu wiſſen, ihn denen gleich geſtellt zu ſehen, die noch kurz zuvot vor ſeinem Wink gezittert, oder ſich im Glanze ſeines Laͤchelns geweidet hatten, dies war ein zu ploͤtzlicher Uebergang, als daß er ruhig
. bei dem Gedanken haͤtte weilen koͤnnen.
Von einer andern Seite fuͤhlte er ſich auf das aͤußerſte geſpallnt, die Urſache der im Schloſſe von Marchfeldt vorgefallenen Veraͤnderung zu er⸗
gruͤnden. Eine Vermuthung draͤngte die andere, 8 4 9 7


