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erleben! Vieles wird wohl anders in der Welt, aber nicht beſſer, wie der alte Siegmund ſpricht. Vormals freilich, ſagt er, waͤre das nicht ſo ge⸗ weſen; da haͤtte die Hochzeit einer vornehmen Da⸗ me noch Aufſehen im Lande erregt, wenn dann die Gaͤſte ſo aus der Naͤhe und Ferne daher geſtroͤmt waͤren; da habe es Treibjagen, Turniere und Mummereien unter den ſtattlichen Herrn und Frauen gegeben, in den Saͤlen haͤtte Glanz geherrſcht und aus den Hallen waͤren froͤhliche Trinklieder erſchol⸗ len! Aber, ſpricht Siegmund, eine ſo vor⸗ nehme Dame ganz ohne alles Geraͤuſch in die Ca⸗ pelle ſchleichen zu ſehen, und kaum einen Edelkna⸗ ben hinter ihr, der ihr die Schleppe nachtruͤge, das kannſt du mir glauben, liebe Alice, iſt ein trau⸗ riger Anblick!— Jedoch, ſetzte er hinzu, ſende mir den Steffen dieſen Abend her, mit ſo vie⸗ lem gruͤnen Laubwerk, als er nur finden kann, um den Weg von der Halle zur Capelle damit zu beſtreuen. Es iſt ein Wunder daß dies nur noch geſchehen darf, doch glaube ich, werden auch wohl die neue Glocke, und die goldenen Gefaͤße auf dem Altar ſtehen, wenn es weiter nichts iſt.“


