Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16 3

feldſchen Corps gehoͤrten, und der Herzog von Friedland ſagte, dieſe That wuͤrde er meinem

Herrn im Leben nicht vergeſſen. Wie es zuging,

weiß der Henker; aber ſo milde und truͤbſelig mein Herr auch ausſah, ſo war doch kein Officier in der ganzen Armee mehr gefuͤrchtet als er. Man⸗ che unter unſern Anfuͤhrern waren gar aufgeblaſe⸗ ne, polternde Heldenſoͤhne, aber kein Menſchenkind ließ es ſich einfallen meinem Herrn auch nur ein bar⸗ ſches Wort ins Angeſicht zu ſagen, wenn ſie ihn gleich zum erſten Male im Leben erblickten. Unſer Generaliſſimus, und ſein tapfrer Sohn, Prinz Schaumburg und noch zwei oder drei andere,

wuͤrden auch jedes unſaubere Wort auf ihn, ſelbſt

wenn er ſo ſeine abſonderlichen, zerſtreuten Anfaͤlle hatte, eben ſo wenig gelitten haben, als Pater Felix mir erlauben wuͤrde, die Kerze auszublaſen,

welche vor dem Schrein unſerer heiligen Jungfrau

brennt.

Es wundert mich nicht, daß er ſo geliebt war, ſagte Luiſe mit Thraͤnen in den Augen. Wer koͤnnte ihn wohl kennen und nicht lieben!

Ja freilich, Ihr Gnaden; und doch gäb es

im Hauptquartier einen jungen Mann, mit dem

1