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Er wandte ſich vom Fenſter ab, ergriff ihre Hand und blickte ſie laͤchelnd an; aber dies Laͤcheln drang bis ins Innerſte ihrer Seele; es zeugte von einem tiefen, unheilbaren Schmerz.
„Ja, Morgen,“ erwiederte er ſeufzend, „Morgen werden wir vielleicht froͤhlich ſeyn!— Ich bin ſcharf geritten,— und ich bin ein Thor!— Ein Schwindel uͤberfiel mich, als ich die Stiegen zum Portal hinanging; aber nun iſt er voruͤber. Komm, Schweſter, laß uns zum weſtlichen Walle gehen; Siegmund ſagt, es ſey das Feſt des heiligen Alexis. Ich will meine Unterthanen ſehen.“
„Gerne, lieber Wilhelm! Wie werden ſie ſich freuen dich zu begruͤßen.“ 3
„Sonderbar,“ murmelte der Freiherr,„daß ein ſo freudenleeres Weſen als ich, noch andern Freude geben kann.“
Als ſie mit einander nach dem Walle gingen, drang ein Funken von Hoffnung in Luiſens Bruſt, daß vielleicht doch nur uͤbermaͤßige An⸗ ſtrengung, vereint mit einer natuͤrlichen Ruͤhrung bei der Heimkehr in die vaͤterlichen Hallen, aus denen ein bitterer Kummer ihn vertrieben hatte,


