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* 1.
An einem ſchoͤnen, warmen Abende des Mo⸗ nats Julius ergoͤtzten ſich die Landleute von Marchfeldt, bei froͤhlichem Tanz und Mahl auf dem großen, gruͤnen Platze vor dem Schloſſe ihres Lehnsherrn, des jungen Freiherrn Wilhelm von Marchfeldt. Es war das Feſt ihres hei⸗ ligen Schutzpatrons; Alt und Jung hatten die beſten Feierkleider angelegt, und ſich mit Blu⸗ mengewinden geſchmuͤckt. Die Juͤngeren huͤpften nach den Toͤnen der Floͤte und Mandoline, wah⸗ rend die Aelteren, gemaͤchlich im Schatten des, den Platz umgebenden, Schlehdorns gelagert, friedlich mit einander plauderten, der Zeit ihrer eigenen Jugend gedenkend, und wiederholt erwahn⸗ ten, wie es damals doch noch viel ruͤſtigere Taͤn⸗
B. v. W. I


