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Im Schnee begraben! : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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„»Winters Anfang?“ erwiederte der Knabe ganz er⸗ ſtaunt.„Ich dächte, wir hätten ſchon ſeit Wochen recht mitten im Winter drinn geſeſſen.“

„Ja freilich, Schnee und Kälte fragen nicht danach, wann ſie kommen ſollen, ſie kommen eben, wenn ſie Luſt haben, und hier auf den Bergen immer früher, als unten im Thale oder in den noch wärmeren Ebe⸗ nen,“ antwortete der Großvater.„Davon rede ich auch nicht, ich ſage nur, heute iſt Winters Anfang, das heißt, heute hat die Sonne für uns den niedrigſten Stand erreicht, wir haben den kürzeſten Tag, und von heute an nehmen die Tage allmälig wieder zu. Es iſt eine Zeit der nun beginnenden Hoffnung, und als ſolche wollen auch wir ſie betrachten. Noch neunzig Tage, und der Frühling iſt wieder da, Jaques! Der Früh⸗ ling mit ſeinen Sproſſen und Blüthen, ſeinem Drängen und Treiben, ſeinen wärmeren Sonnenſtrahlen und mil⸗ deren Lüften. Der Frühling, Jaques, der uns nach einer kurzen Leidenszeit endlich die Pforte unſerer Hütte wieder öffnen, der uns die Freiheit, und mit ihr unſere Verwandten und Freunde wiedergeben wird. Noch neunzig Tage, Jaques, vielleicht noch weniger, und wir werden auf dem altbekannten Pfade in das Thal un⸗ ſerer Heimath niederſteigen können.“

„Neunzig Tage, Großvater! Es iſt doch eine lange, lange Zeit,« erwiederte Jaques.„Wollte Gott, ſie wäre vorüber!« 5

„Sie wird vorübergehen, wie die früheren Tage vorübergegangen ſind, und das um ſo ſchneller, je mu⸗ thiger wir ihr in's Angeſicht ſehen,“ antwortete der Großvater tröſtend.„Wir müſſen nur jeden Tag auf