mehr daraus entſchlüpfen. Sehen Sie, da beſetzen meine Leute ſchon das Fenſter.“
Bei den letzten Worten ſprang der Offtzier auf, lockerte ſeinen Säbel in der Scheide, und eilte, von Herrn Cathmarſen gefolgt, zu ſeinen Leuten unten im Hauſe.
„Vorwärts!“ befahl er.
Die Männer drangen vor, riſſen die Thür des Comptoirs auf, zogen brennende Laternen unter ihren Mänteln hervor, und ließen das helle Licht derſelben voll in das Gemach fallen. Sie ſahen den Verbrecher üͤber ein Pult hingebeugt, das er ſo eben vermittelſt ſeiner Dietriche geöffnet hatte. Eine kleine Diebs⸗ laterne, die neben ihm ſtand, verlieh ihm das nöthige Licht. So leiſe waren alle ſeine Bewegungen geweſen, daß der Diener, welcher in einer Kammer neben dem Comptoire ſchlief, nicht einmal davon erwacht war.
Als der Böſewicht die Polizeiſoldaten erblickte, ſtieß er einen gellenden Schrei aus, ſprang in die Höhe, und war mit Einem Satze an dem Fenſter, vermittelſt deſſen er ſeinen Einbruch bewerkſtelligt hatte. Aber ſchon war der Laden von außen geſchloſſen, und ob⸗ wohl der Verbrecher mit verzweifelter Anſtrengung daran rüttelte, vermogte er doch nicht, ihn aufzubrechen, und ſo ſich einen Ausgang zu eröffnen. Wie ein Ti⸗
ger, der zum Sprunge bereit iſt, kauerte er ſich zuſam⸗
men, knirſchte mit den Zähnen, und ſtierte mit wilden Blicken die Soldaten an, welche in geſchloſſener Reihe auf ihn zukamen.
»Zurück!« brüllte er, indem er zwei geladene Pi⸗ ſtolen aus ſeinem Gürtel zog.„Der Erſte, der mich angreift, iſt ein Kind des Todes.“«


