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ich doch glücklicher als du, der du die Strafe Gottes und die Gerechtigkeit der Menſchen fürchten mußt. Mein Gewiſſen iſt rein, und das erhebt mich üͤber die Schläge des Schickſals. Was ich dir ſchwur, werde ich halten; aber denke nicht, daß du darum der Ver⸗ geltung entrinnen wirſt. Der Herr ſpricht:„Nähmeſt du auch die Flügel der Morgenröthe und flöheſt an's äußerſte Meer, ſo würde dennoch meine Hand dich finden und meine Rechte dich halten.“
Wüthend packte James den armen Davy an der Bruſt, ſchüttelte ihn gewaltig, biß die Zähne zuſam⸗ men, und murmelte einen Fluch darüber, daß er ſich hatte überliſten laſſen. Seine Hand zückte ſogar nach einem Meſſer, das er verborgen unter ſeinen Kleidern trug, und ein mordluſtiger Blick funkelte aus ſeinen Augen. Doch beſann er ſich eines anderen, ſchleifte Davy hinter ſich her an das Fenſter, damit er nicht entrinnen könne, und rief mit lauter Stimme nach ſei⸗ nen Häſchern. Augenblicklich kamen dieſelben an, feſ⸗ ſelten Davy, der ohne ein Wort zu ſprechen, Alles widerſtandslos mit ſich geſchehen ließ, und führten in
ihrer Mitte den Unglücklichen mit ſich fort. Höhniſch
blickte James ihm nach. Als er ihn aber nicht mehr ſehen konnte, verſchwand der Hohn aus ſeinem Geſichte, und grimmig knirſchte er mit den Zaͤhnen. „Verdammt!“ murmelte er;„der tugendhafte Hal⸗ lunke läßt mich im Stiche! Was ſoll ich nun begin⸗ nen? Am beſten wär's, ich unterließe die Sache!
Aber das Feuer brennt mir auf den Nägeln, und Geld
muß ich haben, wenn ich morgen nicht hungern will, wie der armſelige Schlucker Davy. Ich wage das
Stückchen allein, mag daraus werden, was da will!


