ſo große Summe Geldes heimzubringen! Das thut weh! Oh, wie ſchmerzt die Hartherzigkeit der reichen Leute, die an ſchwelgeriſchen Tafeln ſitzen, und im⸗ mer und immer ſatt zu eſſen haben, wenn ſie wüß⸗ ten, wie grimmig der Hunger peinigt, wie er das Mark in den Gebeinen und die Kraft der Seele ver⸗ zehrt, ach, ſie wuürden gerne dem armen Bettler die Broſämlein von ihren Tafeln reichen, anſtatt ſie ihren Hunden vorzuwerfen, die ſie verſchmähen. Ja, ja, un⸗ ſer Herr Chriſtus ſpricht wahr, wenn er ſagt:„Es iſt leichter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher das Himmelreich ererbe.“ Wie ſollte wohl der liebe Gott die Reichen in ſeinen Him⸗ mel aufnehmen, da ſie ſo wenig ſeines Sohnes heilige Gebote befolgen? O, mein Gott, da nun Alle mich armen Knaben verlaſſen, ſo hilf du mir in deiner Barmherzigkeit, ich habe nun keinen Troſt und keine Hoffnung mehr, als in dir!«
In neue Thränen ausbrechend ſank der arme Knabe in einem Winkel auf ſeine Knie nieder, zog ein Knöch⸗ lein, das er auf der Straße gefunden hatte, aus ſeiner Taſche, nagte daran, und ſuchte auf ſolche Weiſe ſei⸗ nen Hunger zu ſtillen. Aber die Hunde hatten ſchon das Fleiſch von dem Knochen genagt, und Jack fand nichts mehr daran, was ſeinen Magen beſchwichtigen konnte. Da legte er das Knöchlein weg, faltete ſeine Hände und betete von Neuem:„Herr, ich rufe dich an in der Noth, und du wirſt mich erretten, und ich werde dich preiſen!«
Und wie er dieſe Worte ſprach, kam ein ſanfter Friede über ihn. Er betete weiter, und ſeine Stimme


