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Wohlthun trägt Zinsen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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und drückte ſeine heiße, brennende Stirn gegen die kühlen Scheiben.

Herr, mein Gott,« murmelte er leiſe vor ſich hin, Herr, mein Gott, verlaß mich nicht, und gib mir Kraft in meinem Elende. Stärke mich, wie du deinen heiligen Sohn Jeſus Chriſtus ſtärkteſt, da er über⸗ häuft ward mit Schmach und Elend. Laß nicht böͤſe Gedanken die Oberhand in meinem Herzen gewinnen, ſondern behüte mich vor der Sünde und jeder Miſſe⸗ that.« 3

»Nun, zum Henker, Davy, wie ſoll's werden?« unterbrach Herr James das flehende Gebet ſeines Schuldners.Stellt ſich der Hansnarr da hin, und murmelt allerlei unverſtändigen Unſinn, während er in die Taſche greifen und mich bezahlen ſollte! Hier her⸗ um mit dem Geſicht, und mir hübſch in's Auge ge⸗ ſchaut! Koͤnnt Ihr bezahlen, oder nicht?

Davy wendete ſich langſam zu ſeinem Peiniger. Alle Aufregung war aus ſeinem Antlitze gewichen, ſeine Züge waren ſtarr, wie aus Marmor gehauen, und ſeine Lippen zitterten ſchmerzlich.

Ich kann Euch meine Schuld nicht zahlen, wie ich Euch ſchon geſagt habe, ſprach er ſanft.Doch gönnt mir Friſt bis morgen Abend. Zahle ich dann nicht, ſo mögt Ihr mit mir verfahren nach Eurem Ge⸗ fallen, und Gott möge Euch gnädig ſein, wie Ihr mir gnädig ſeid. Bedenkt wohl, was der Heiland ſagt: Mit dem Maße, ſo ihr meſſet, ſollt ihr wieder gemeſ⸗ ſen werden!« und vergeßt nicht, daß ein ſtarker und eifriger Gott über uns lebt, der Herz und Nieren

prüft, und heimſucht jede Miſſethat, ſo im Verborgenen

geſchieht oder öffentlich.