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Erſtes Kapitel.
Rufe mich an in der Noth, ſo will ich dich erretten, und du ſollſt mich preiſen.
In der großen, weitläufigen, ja man könnte bei⸗ nahe ſagen, unendlichen Stadt London, wo ſo oft der blendendſte Glanz und die ſchmutzigſte Armuth, die ſtille erhabene Tugend und das ſcheußlichſte Laſter, die uneigennützige Frömmigkeit und die gottvergeſſenſte Sünd⸗ haftigkeit in ſchneidendem Contraſte dicht neben einan⸗ der wohnen, wo an jedem Morgen Tauſende von Menſchen ſich von ihrem erbärmlichen Lager erheben, ohne zu wiſſen, wie ſie den Tag über den nagenden Hunger ſtillen ſollen, wo oft neben der Hütte ein Palaſt prangt, und neben einem Hauſe Gottes ruch⸗ loſe Menſchen ihr Weſen treiben; in jenem endloſen Gewirr von Straßen und Häuſern, wo ſich täglich, ſtündlich mehr denn hunderttauſend Gauner, Mörder und Diebe unter den ehrlichen Leuten umhertreiben, lag in einem engen, winkligen, ſchmutzigen Gäßchen eine halb zerfallene, niedrige, verwahrloste Hütte. Die Hälfte ihrer Dachziegel war durch den Einfluß der Witterung zerſtört worden, und die andere Hälfte hing nur noch loſe an den halb verfaulten und verwitterten
Wohlthun. 1


