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Willy : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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98 Willy gab keine Antwort, aber die äußerſte Vor⸗ ſicht, mit der er ſein Ruder handhabte, ließ ſeinen Gefährten deutlich genug erkennen, daß er verſtanden worden ſei. Leiſe und faſt unhörbar flog das Boot über das ſtille Waſſer des Kanales hin jetzt er⸗ reichte es die Mündung noch einige Ruderſchläge, und tief im Dunkel hinter ihm blieb der Kanal zurück.

»Gott ſei Dank, die Gefahr iſt vorüber!« ſagte Willy, tief aufathmend.Jetzt raſch das Segel auf⸗ gehißt, damit wir den Landwind noch benutzen kön⸗ nen!«

Ich bin ſchon dabei, Mr. Harper,« antwortete Tom, ein fleißiger, ordentlicher und williger Burſche, der alles Lob verdiente und eben deshalb von Peter zur Begleitung Willy's auserkoren war.

Im Nu war das Segel dem Winde preisgegeben, und das leichte, gut gebaute Boot glitt mit einer Schnelligkeit durch die Wellen, daß ſelbſt Willy's Un⸗ geduld ſich dabei zufrieden geben mußte.

Als die Sonne aus den Fluthen emporſtieg, lag der Piraten⸗Schlupfwinkel ſchon ſo weit hinter ihnen, daß die Flüchtlinge nicht die mindeſte Beſorgniß mehr wegen etwaiger Verfolgung zu hegen brauchten. Zwar lullte am Tage der bisher ſo günſtig geweſene Wind mehr und mehr ein aber Willy und Tom halfen mit den Rudern nach, bis gegen Abend die friſche Briſe von Neuem aufſprang und von Neuem das Se⸗ gel ſchwellte, welches mit der größten Geſchicklichkeit von Willy gehandhabt wurde.

Die Zeit ſchwand dahin, aber auch der Raum, der die beiden einſamen Seefahrer von der Küſte der er⸗