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Willy : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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aufgeopfert hatte. Er weinte herzbrechend, der arme kleine Knabe, und ſchluchzend rief er wohl hundert Mal:Ach, Juno, liebe, liebe Juno!« ohne daß der ſchmerzliche Ruf die treue Negerin an ſeine Seite zu⸗ rückbrachte. Auch nach Peter rief er, und die Erinne⸗

rung an ihn gab ihm endlich einigen Troſt und etwas

Faſſung zurück. Er trocknete ſeine Thränen ab, richtete ſich im Kahne in die Höhe und blickte umher. Da erſchrak er aber. Während er, aller Betrübniß voll, auf dem Boden des Kahnes gelegen hatte, war dieſer ſchon weit in das offene Meer hinaus geſchwommen, und bei dem friſchen Winde, der tüchtig vom Lande herüber wehte, wurde er mit immer ſteigender Ge⸗ ſchwindigkeit noch weiter davon geführt. Daß Land wich ſchon in bläuliche Ferne zurück, und nur mit Mühe konnte Willy noch das Haus ſeines Vaters entdecken, welches auf dem Hügel über die niederen Gebüſche und Sträucher des tiefer liegenden Ufers herüber ſchaute. Laut auf ſchrie er, ſtreckte die Arme nach dem Lande aus, und rief mit aller Kraft ſeiner Stimme nach Peter um Hülfe.

Peter hörte ihn natürlich nicht es hörte ihn überhaupt kein menſchliches Ohr, denn weit umher war außer dem kleinen, ſchwankenden Nachen kein Fahrzeug irgend einer Art zu entdecken. Ein paar Segel ſchweb⸗ ten zwar fern, fern am Horizonte über dem Waſſer⸗ ſpiegel aber bis dahin drang natürlich die ſchwache Stimme des armen, kleinen Knaben bei weitem nicht.

Willy, ſo jung er war, ſah doch bald ein, daß ſeine Bemühungen ganz und gar vergeblich ſeien, und ſtrengte ſeine Kehle nicht weiter an. Vielmehr ſetzte er

ſiich wieder im Boote nieder, und fing von Neuem an 4 8 9 2*