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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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Dann aber ſtürzten ſie mit lautem Freudengeſchrei her⸗ bei, und umringten ihren jungen Herrn, indem ſie ſeine Hände, oder nur den Saum ſeines Kleides zu küſſen ſuchten.

Arthur wehrte ihnen nicht. Als ſich aber die erſte Aufregung gelegt hatte, ſchilderte er mitz beredten Worten die edle Aufopferung des treuen Jaques, und tief bewegt, voll Scham und Reue im Herzen, hörten Alle die Rechtfertigung an. Stumm blickten ſie zuletzt zu Boden, während Jaques freudeſtrahlenden Auges nach Oben ſchaute.

»O, Jaques, edles Herz, kannſt du uns ver⸗ zeihen?« ſprach endlich der Haushofmeiſter demüthig. Wir ahnten ja nicht, was die Maske verbarg, die du trugeſt. Darum Gnade und Verzeihung für uns Verblendete!

»Von Herzen verzeihe ich Euch, meine Freunde,« verſetzte Jaques tief bewegt, denn er genoß in dieſer Stunde den feierlichſten und ſchönſten Augenblick ſeines Lebens.Danken wir alle Gott, daß Er uns gnädig beſchützt hat. Ich aber will nun, wenn der Herr Herr mich ruft, mit Freuden in die Grube fahren, denn offenen Angeſichts werde ich meinem unvergeßlichen, uns vorangegangenen Gebieter dereinſt dort im Jenſeits entgegen treten können. Ich habe die Treue bewahrt, die ich ihm gelobt, wie er die Treue bewahrte, die er ſeinem Könige geſchworen. Wie der Herr, ſo der Knecht! Einem ſolchen Vorbilde gegenüber konnte ich ja doch nicht weniger thun. Darum nicht mir die Ehre, ſondern allein dem treuen Vater im Himmel, deſſen mächtige Hand dieſes theure jugendliche Haupt beſchirmte!«